Nachrichten

Weihnachtsbotschaft
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Am ersten Dezember 2025 lasen Pfr. Thomas Amberg von Brücke-Köprü, Svitlana Karpeniuk und Sabine Arnold von der SinN-Stiftung die Weihnachtsbotschaft auf dem Christkindlsmarkt.

Vor 2000 Jahren waren es die Ärmsten der Armen, die die Botschaft des Engels als erstes hören durften: die Hirten auf den Felder vor der Stadt Bethlehem. Die Botschaft vom Kind in der Krippe, das der Welt wahren Frieden bringt: Stellvertretend für so viele Menschen in Krieg, Angst und Not an vielen Orten unserer Welt, lesen wir die bekannten Worte aus dem Lukasevangelium in den Sprachen: Russisch, Englisch und Arabisch:

Hо ангел сказал им: – Не бойтесь. Я пришел сообщить вам весть, что принесет великую радость всему народу! Сегодня в городе Давида родился ваш Спаситель – Христос, Господь! Вот вам знак: вы найдете Младенца, запеленатого и лежащего в кормушке. И вдруг к ангелу присоединилось многочисленное небесное воинство, славившее Бога и восклицавшее: Слава Богу в вышине небес! А на земле мир людям, к которым Он благоволит!

And the angel said to them, “Fear not, for behold, I bring you good news of great joy that will be for all the people. For unto you is born this day in the city of David a Savior, who is Christ the Lord. And this will be a sign for you: you will find a baby wrapped in swaddling cloths and lying in a manger.” And suddenly there was with the angel a multitude of the heavenly host praising God and saying, “Glory to God in the highest, and on earth peace among those with whom he is pleased!”

فقال لهم الملاك: «لا تخافوا، فها أنا أبشركم بفرح عظيم يكون لجميع الشعب: وُلد لكم اليوم في مدينة داود مخلص هو المسيح الرب. وهذه علامة لكم: ستجدون طفلاً مقمطًا مضجعًا في مذود». وظهر مع الملاك فجأة جمهور من الجند السماوي يسبحون الله قائلين: «المجد لله في الأعالي، وعلى الأرض السلام، وبالناس المسرة!»

 

Diese Botschaft des Engels wird auch heute überall dort lebendig, wo Menschen sie hören und sich von ihr berühren lassen.

Wir wünschen Ihnen eine frohe Adventszeit!

Lebensschatzkiste
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Ein Raum für die Kraftquellen meines Lebens

In Zusammenarbeit mit dem forum erwachsenenbildung bietet die SinN-Stiftung in unregelmäßigen Abständen Workshops zum biografischen Arbeiten für  multikulturelle Gruppen an. 

Der 2- tägige Workshop Lebensschatzkisten ist in Friedens- wie in Krisenzeiten eine Möglichkeit, dem Guten im Leben und unseren Erinnerungen daran Raum zu geben. Mit einer selbst angefertigten „Lebenskiste“ aus Karton würdigen die Teilnehmer*innen einen ausgewählten „Schatz“ Ihres Lebens, indem sie ihm einen Ausdruck verleihen und ihn gestalten. 

Und schließlich ist die gemeinsame Arbeit, das Miteinander und die geteilten Geschichten in diesem Workshop ein Kraftquell in unruhigen Zeiten – auch und gerade durch die Zusammenarbeit in einer multikulturellen Gruppe. 

Wo und wann: Haus Eckstein, Burgstraße 1-3, 90403 Nürnberg, der Zeitpunkt wird hier im Oktober bekannt gegeben

Eingeladen sind alle Menschen, die ihre eigenen Kraftquellen entdecken wollen.

LebenskisteLebenskisteLebenskisteLebenskisteLebenskisteLebenskisteLebenskisteLebenskisteLebenskisteLebenskiste
Before I die Project
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Pfarrer Thomas Amberg vom christl.-muslimischen Begegnungsprojekt „Brücke-Köprü“ setzte „Before I die, I like to…“ in einer Wanderausstellung um, die von Mai bis November 2024 durch Nürnberg kursierte. So kam die Ausstellung in der zweiten Augustwoche 2024 zum SinN-Stiftung-Kinderworkshop in die Martin Niemöller Kirche. Das Team integrierte die Tafeln in einen Workshop über Lebensträume. 

Die Idee, Menschen dazu anzuregen, über das nachzudenken, was ihnen im Leben wirklich wichtig ist, stammt von der amerikanischen Künstlerin Candy Chang. 2011 verarbeitete sie ihre Trauer um eine verstorbene Freundin in einem Street-Art Projekt. Sie schrieb die Worte auf eine Holzwand in New Orleans, stellte Körbchen mit Kreide zur Verfügung und forderte Passanten auf, den Satz zu vervollständigen. Das Projekt wurde bisher in 78 Ländern und in 36 Sprachen realisiert .

Vor der Martin-Niemöller Kirche füllten sich die Tafeln nicht nur tagsüber, auch über Nacht kamen immer wieder neue Gedanken dazu, wie z.B: „Ich möchte einmal wieder lieben und Geliebte sein.“ 

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Bürgerpreis_Gruppenbild_Bühne
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Am 19. Oktober 2017 wurde die SinN-Stiftung mit dem Bürgerpreis des bayerischen Landtags zum Thema „Mein Glaube, Dein Glaube, kein Glaube, unser Land“ für ihre interreligiöse Arbeit ausgezeichnet.

In den Projekten der SinN-Stiftung haben immer Menschen mit unterschiedlichen religiösen Bekenntnissen miteinander gearbeitet. Ein solches Miteinander läuft nicht immer ohne Vorurteile und konfliktfrei ab. Das Wichtigste ist in dieser Situation das gegenseitige Kennenlernen, das miteinander Reden und das gemeinschaftliche Handeln.

2007 bis 2023 haben wir im Nürnberger Zuwandererstadtteil St. Leonhard-Schweinau ein Netzwerk aus ehrenamtlichen Initiativen aufgebaut. Das waren die Lernträume mit ihrem Nachhilfeunterricht, das Hausbesuchsprojekt „Stadtteilmütter“, die Kinder-Ferienworkshops und Chöre und Gesprächskreise.

Was ist das Ziel?

Wir sind ein Projekt der christlichen Seelsorge. Im Mittelpunt des christlichen Glaubens stehen Versöhnung und Vergebung.

Viele Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion sind mit erheblichen Belastungen bis hin zu schweren Traumatisierungen zu uns gekommen. Seelsorge, Beratung und Beziehungsarbeit sind hier sehr notwendig für die Integration und für ein gelingendes Leben eines jeden Einzelnen.

Außerdem sind Ehrenamtliche wie in unserem Projekt wunderbare Brückenmenschen. Angesichts hoher Zuwandererzahlen brauchen wir Menschen, die aus eigener Erfahrung heraus Integration gestalten können. Wir alle brauchen diesen Erfahrungsschatz in Kirche und Gesellschaft.